Gegen den Wind segeln PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail

Ein Segelboot kann nicht direkt gegen den Wind segeln - auch ein Rahsegelboot nicht.
Das Rahsegel würde back stehen (von vorn eingeweht werden und einen Bauch nach hinten bilden). Das ist in jedem Fall eine heikle Situation, denn es kann schnell zum Kentern führen.
Was also machen, wenn das Ziel genau im Wind liegt?

Wenn man in einem schrägen Winkel gegen den Wind segelt, erst mit der einen, dann mit der anderen Seite, befindet man sich auf einem 'Serpentinenkurs' gegen den Wind und kommt voran. Wesentlich langsamer zwar, als würde man in direkter Linie auf das Ziel zuhalten, aber man kommt voran.
Das nennt man Kreuzen.
Nicht alle Segelboote kreuzen gleich effektiv.
YachtEin modernes Segelboot mit einem tragflächenförmigen Bermudarigg und tiefem Finnen-Kiel kreuzt am besten. In einem Winkel von ca. 30° zum Wind und fast ohne Abdrift.

 

 

 

Gaffelsegler

Die Spriet- und Gaffelgetakelten Arbeitsboote des 19. und 20. Jhd. erreichten ca. 45 - 50° zum Wind und hatten eine Abdrift von im besten
Fall 5°.

 

 

 

RahseglerAm schlechtesten kommen die Rahsegler weg. Sie schaffen bis zu 60°
zum Wind, haben aber, wegen ihres meist flachen Kiels und
dem geringen Tiefgang überhaupt, eine Abdrift von bis zu 15° - besonders
bei bewegter See. Aber sie können trotzdem Kreuzen, mit 20 - 30° Schlägen.

Selbst "Kenner" glauben das bis heute nicht.

Oster auf Am-Wind-Kurs

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 22. Juni 2011 um 21:14 Uhr