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GarnsickenDas Rahsegel erscheint uns heute wie ein Relikt aus den Tiefen der Zeit.
Es ist in Deutschland in erster Linie das Segel der Wikinger. Aber es wurde auf verschiedenen Booten bis ins 20. Jahrhundert hinein genutzt - unauffällig, in den Nieschen der maritimen Wirtschaft.
Im Süden Skandinaviens und an den südlichen Küsten der Nord- und Ostsee verschwand das Rahsegel bis auf wenige Ausnahmen ziemlich schnell nach dem Ausgang des Mittelalters. Im skandinavischen Norden hielt es sich dagegen ohne nennenswerte Konkurrenz bis zum ersten Weltkrieg.
Mit dem Segel verlor sich auch die Spur der Boote, denn Boot und Segel sind aufeinander abgestimmt. Wird die Riggform gewechselt, wie es oft geschehen ist, muss auch der Rumpf verändert werden. Er verliert seine prägende Merkmale, wird neuen Anforderungen angepasst und die Spur des Rahsegels beginnt sich zu verwischen. Dennoch haben sich einzelne Typen bis heute erhalten.
Für die Erhaltung der Boote kann man mehrere Ursachen bestimmen.

Einerseits sicherten spezielle Fangmethoden in der Fischerei oder die lohnende Verwendung in bestimmten Bereichen des Frachtverkehrs den Fahrzeugen ein längeres Überleben.

Andererseits scheinen auch regionale geografische Bedingungen eine fortgesetzte Verwendung der Boote nahe gelegt zu haben.

Drittens kann man das Festhalten an Traditionen bzw. das Traditionsbewußtsein einer bestimmten Gegend als Ursache für die Infahrthaltung von Rahsegelfahrzeugen nennen.

Im Folgenden wird versucht einen Überblick über Rahsegelfahrzeuge in ausgesuchten Ländern des europäischen Nordens zu geben.
Der Verfasser des Artikels erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist für weiterführende Hinweise dankbar.

Rahsegelboote in:

Dänemark
Deutschand

Polen

Schweden
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Dänemark

Danske JagtIn Dänemark haben sich jüngere Segeltypen, besonders das Spriet- aber auch das Gaffelrigg, schon früh durchgesetzt und das Rahsegel verdrängt. Die Boote wurden mit dem Wechsel des Riggs konstruktiv verändert und angepasst. So kann man bei einigen der überlieferten traditionellen Danske Jagt mit GaffeltakelungSegelfahrzeuge aufgrund ihrer langen Entwicklungsgeschichte und aus schriftlichen und bildlichen Quellen zwar vermuten, dass sie ursprünglich ein Rahsegel gefahren haben, Hinweise darauf kann man auf den Fahrzeugen selbst aber nicht mehr finden. Dennoch wurden in Dänemark die Grundlagen für das Verständnis und die umfassende Rekonstruktion dieses Riggtyps gelegt. Das begünstigte in hohem Maße die Wiederentdeckung der Rahsegelboote und das Wiederaufleben der Rahsegeltradition im nördlichen Europa.

1957 begannen Archäologen im Roskildefjord bei Skuldelev mit der Bergung von 5 Wracks aus der Wikingerzeit. Es folgte eine detaillierte Untersuchung und Erfassung des Fundmaterials bereits mit dem Ziel, wenn möglich eine genaue Kopie zumindest eines der Schiffe zu bauen. Von der Takelage und den Segeln selbst war allerdings so gut wie nichts erhalten. Aus den vorhandenen Riggspuren schloss man, dass alle Schiffe ein Rahsegel getragen hatten und begann mit einer umfangreichen Forschungsarbeit und Spurensuche. Man knüpfte eine enge Verbindung nach Norwegen, wo rezente Boote vorhanden und teilweise noch in Fahrt waren, sammelte Material und stellte fest, dass sich die Spuren mit denen vom Skuldelev-Fund in Deckung bringen ließen. Mit den Erkenntnissen aus älteren Schiffsfunden fügte sich alles Stück für Stück zu einem Bild zusammen.

Die Skuldelev-Schiffe2006 sind alle 5 Schiffe rekonstruiert, nachgebaut und mit einem Rahsegelrigg ausgestattet, das sich während vieler Tests und auf ausgedehnten Versuchsfahrten als funktionstüchtig erwiesen hat.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befinden sich in Dänemark wieder ca. 60 Rahsegelboote in Fahrt – weitere Nachbauten der Skuldelev-Schiffe oder weiterer Funde aus Wikingerzeit und Mittelalter, aber auch Kopien von Arbeitsbooten aus Norwegen und von den Färöer-Inseln.

Die Wikinger-Flotte

Die Skuldelev-Schiffe

Das kleine Handelsschiff

Skuldelev-3Das Skuldelev-3-Boot war der am besten erhaltene Teil des Skuldelev – Fundes. Ganze 75% des Rumpfes waren bewahrt, so dass es ziemlich genau rekonstruiert werden konnte.
Skuldelev-3-Rekonstruktion ROAR EGEIn der Wikingerzeit nutzte man das Boot sehr wahrscheinlich für den Transport von Waren und zur Handelsfahrt in den Gewässern um die dänischen Inseln und in der südlichen Ostsee.
Vorwärtsgetrieben wurde es hauptsächlich durch ein 46m2 Rahsegel aus Wollstoff. Solch ein Segel wurde auch für den Nachbau des Vikingeskibsmuseet Roskilde („Roar Ege“) aus handgesponnener und -gewebter Wolle hergestellt. Es gibt Hinweise darauf, dass das Boot zum manövrieren noch bis zu 5 Ruder mitführte.
Die Ladekapazität betrug ca. 5t.

Das große Handelsschiff

Skuldelev-1-FundBei diesem Schiff handelt es sich um ein seetüchtiges Fahrzeug, das die Wikinger „Knar“ nannten. Seine kräftige und füllige Bauweise sichert dem Schiff eine außergewöhnliche Seetüchtigkeit und große Tragfähigkeit. Bis zu 20t Ladung passen in die beiden geräumigen Laderäume vor und achterlich des Mastes. Diese Art von Schiffen brachte Fracht bis nach Grönland. Der Fund 1 von Skuldelev war aber vermutlich überwiegend nach Süden, über die Nord- und Ostsee unterwegs. Darauf deuten seine Seegängigkeit, kombiniert mit einem bemerkenswert geringen Tiefgang, Skuldelev-1-Rekonstruktionder es dem Schiff erlaubte, flache Buchten und Flussläufe anzulaufen.
Das Schiff ist ein reines Segelfahrzeug, abgesehen von möglichen Manöverriemen. Sein 90m2 Wollsegel bringt es auf eine Geschwindigkeit von 12,5kn. „Ottar“ - der Nachbau des Vikingeskibsmuseet Roskilde wird zur Erforschung von Leistungsvermögen, Geschwindigkeit und Aktionsradius wikingerzeitlicher Handelsschiffe eingesetzt.

Das Mehrzweck-Boot

Skuldelev-6-FundSkuldelev 6 ist ursprünglich als verhältnismäßig flachbordiges Fischerboot gebaut worden. Es hatte nicht weniger als 14 Ruderplätze, die aber während des Fischens nicht alle genutzt wurden, da Fanggerät und Fang viel Platz wegnahmen.
Kraka FyrZu einem späteren Zeitpunkt ist das Boot zu einem Frachtfahrzeug umgebaut worden. Dazu setzte man einen Plankengang auf und steifte ihn mit zusätzlichen Auflangern ab. Mit den ohnehin schon ungewöhnlich tief liegenden, kräftigen Querbalken ergab sich ein komfortabler Laderaum – ideal, um vielleicht Heringstonnen zu transportieren.
Auf dem Boot ist ein 25m2 Segel rekonstruiert worden. Ob die Größe des Segels beim Umbau zum Frachtfahrzeug angepasst wurde ist unbekannt.

Das kleine Kriegsschiff

Skuldelev-5-FundBoot 5 des Skuldelev-Fundes ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Leddingeschiff gewesen. Mit diesen Schiffen organisierte man in der Wikingerzeit die Küstenverteidigung, konnte die an verschiedenen Orten stationierten Fahrzeuge aber auch leicht zu einer Flotte zusammenziehen. Diese Flotte bestand laut mittelalterlichen Saga- und Rechtstexten aus 13- bis 35-Sessern. Eine Sesse bezeichnet eine Ruderbank mit zwei Ruderern. Skuldelev-5 ist ein 13-Sesser und hat 26 Ruderplätze. Zusätzlich konnte ein 50m2 Rahsegel gesetzt werden, mit dessen Hilfe das Schiff und seine 30 Mann Besatzung bis zu 15kn schnell werden konnten.
Helge AskLeddingeschiffe wurden von einer regionalen Gemeinschaft im Auftrag des Königs gebaut und unterhalten. Das hieß auch damals mit wenig Kosten für die eigene Gemeinde den König zufrieden zu stellen. Das Schiff ist auf sichtbar einfache, aber dennoch formschöne Weise immer wieder mit teilweise wieder aufgearbeitetem Material von anderen Schiffen repariert worden. Es spiegelt deshalb auf eine sehr lebendige Weise die Werte und die gesellschaftliche Organisation der Wikingerzeit.

Das große Kriegsschiff

Skuldelev-2-FundDas Skuldelev-2-Wrack ist nach der Entdeckung des Ladby-Schiffes und neben dem 1974 in Haithabu gefundenen Schiff (Haithabu-Wrack 1) ein Vertreter der Gattung Langschiff – das, was wir mit dem Drachenschiff der Wikinger verbinden. Es ist das seegängige Kriegsschiff, das in der Skalden- und Sagaliteratur mit dem Namen „Skeid“ bezeichnet und gepriesen wird. Wer solch ein Schiff in Auftrag gab und unterhielt, stand in der Wikingergesellschaft in einer hervorgehobenen Position. Das Schiff beeindruckt nicht nur durch seine schlichte Größe, sondern auch durch die gehobene Eleganz und die Solidität der Bauausführung. 65-70 Krieger und Seeleute waren auf ihm im ganzen skandinavischen Einflussbereich um die irische See und mit einiger Wahrscheinlichkeit während der Invasion von England im Spannungsfeld zwischen Wilhelm dem Eroberer (Normandie), Harald Hardrada (Harald III., Norwegen) und Sven Estridson (Dänemark) unterwegs.
HavhingstenDementsprechend hat die dendrochronologische Untersuchung von Holzproben ergeben, dass das Schiff nach skandinavischer Bautradition um 1042 in der Region um Dublin in Irland gebaut wurde. Sein ca. 120m2 großes Segel trug es durch eine dramatische Zeit, bis es um 1070 als Seesperre in der Zufahrt zur dänischen Königsstadt Roskilde versenkt wurde.
„Havhingsten fra Glendalough“ - der Nachbau des Skuldelev-2-Schiffes (Stapellauf 2004) absolvierte nach einer grundlegenden Testphase 2007 eine Reise nach Dublin via Südnorwegen, Orkneys, Innere Hebriden und Irische See. 2008 kehrte es dann durch den Englischen Kanal und den Limfjord nach Roskilde zurück.

Einzelfunde

Zeichnung GislingebootDas Hof-Boot

Das Gislinge-Boot wurde im heute eingepolderten und trockengelegten Lammefjord gefunden. Streng historisch gesehen, stammt es eigentlich aus dem Mittelalter zeigt aber eine noch so lebendige wikingische Bautradition und Formensprache, dass es in der Kategorie genannt sein soll.
EstridEs ist für den Gebrauch im flachen Fjord gebaut, als universell einsetzbares Boot zum Transport von Menschen und kleinen Lasten. Ungefähr 1t oder 4 Mann und 10 Schafe hat der Nachbau des Vikingeskibsmuseet versuchsweise transportiert. Das Boot hat Anlagen für 3 Riemenpaare und kann von bis zu 6 Personen gerudert werden. Ein 10m2 Rahsegel wurde ebenfalls rekonstruiert.

Modell des Ladby-SchiffesLadby-Schiff

Bei der grabungstechnischen Öffnung einer Wikingergrabstätte in der Nähe des Kerteminde Fjord entdeckte man 1935 ein Langschiff. Während der archäologischen Untersuchung stellte man fest, dass das Schiff um das Jahr 925 auf Land gezogen worden war, um einem toten Wikingerfürsten als Sarkophag zu dienen. Vom Schiff selbst blieb nur ein Abdruck zurück. Die genaue Vermessung von ca. 2000 Nägeln und Nieten ermöglichten es trotzdem, die Form des Schiffes mit einiger Wahrscheinlichkeit zu rekonstruieren. Imme GramSchon relativ früh – 1963, baute man eine erste Kopie des Schiffes mit dem Namen „Imme Gram“ die in Dänemark sehr populär geworden ist, dessen Form aber durch neuere Forschungen teilweise revidiert wurde.
Das Marinarkæologisk Forskningscenter in Roskilde hat 1998 den dokumentierten Fundkomplex am Computer und mit einem neu entwickelten Plexiglasmodell noch einmal überarbeitet und eine neue 3D-Projektion entworfen. Seitdem gibt es Pläne, eine neue Kopie des Ladby-Schiffes in originalgetreuer Bauweise auf Stapel zu legen.

Nachbildungen – Fantasy

Ob man es Fantasie nennt oder Imagination, oder von Vorstellungskraft spricht – etwas davon treibt Menschen an, sich ihre eigenen Bilder von Wikingerschiffen zu machen. Auf die eine oder andere Weise entstanden auch in Dänemark freie Interpretationen dessen, was man für ein wikingisches Seefahrzeug oder norwegisches Fjordboot hält. Für einen Außenstehenden sind sie manchmal nicht leicht zu erkennen. Begriffe, wie Kultur, Geschichte oder Wikinger werden oft als Werbeschlagworte für einen kommerziellen Betrieb von Booten ausgebeutet. Wirklich Historisches kann man in diesem Bereich jedoch schwer kostendeckend hervorbringen.

Die Mittelalter-Flotte

Ellingå-Schiff

Der Ellingå-SchiffsfundEs ist vieldiskutiert, ob der Ellingå-Schiffsfund aus Nordjütland noch als Wikingerschiff oder schon als mittelalterliches Schiff angesprochen werden sollte. Typisch aus unserer heutigen Sicht ist es in keinem Fall. Imme StruerObwohl das Original um 1163 gebaut worden sein soll, hat es viel von der Erscheinung eines Wikingerschiffes. Der Fund kann heute im Bangsbo-Museum besichtigt werden.
1968 begann eine Pfadfindergruppe aus Århus mit einem im großen und ganzen originalgetreuen Nachbau. Nach einer wechselvollen Geschichte dieses Schiffes wurde es 2003 von Struer-Museum erworben und wieder instandgesetzt.

Gedsby-Schiff

Agnete1985 machte man bei Gedesby in Südfalster einen ganz einzigartigen Schiffsfund. Auf dem Gebiet eines verlandeten Noores, unter 5m Sand begraben, fand man bei Melorationsarbeiten das ungewöhnlich gut erhaltene Wrack eines Schiffes aus dem Mittelalter. Sogar Reste des Riggs blieben bewahrt.
Der Fund wurde vom Nationalmuseet geborgen, aufgenommen, konserviert und rekonstruiert. Er erwies sich als wichtiges Bindeglied, zwischen den Frachtschiffen der Wikingerzeit und den Koggen des Hochmittelalters und verwies mit konstruktiven Details in beide Perioden.
Agnete als HandelsschiffBei dem Fahrzeug handelte es sich ursprünglich wohl um ein kleineres Handelsschiff mit einem einzigen großen Rahsegel, das im 12. Jahrhundert von Lolland-Falster aus über die Ostsee landwirtschaftliche Produkte in die norddeutschen Küstenorte verhandelte.
In Zusammenarbeit mit dem Nationalmuseet fertigte man im Middelaldercenter in Nykøbing (Falster) eine genaue Rekonstruktion des Schiffsfundes.
Die anschließenden Versuchsfahrten mit der „Agnete“ brachte den Schiffsarchäologen wichtige Erkenntnisse über Segeleigenschaften, Tragfähigkeit und das Leistungsvermögen dieses Schiffstyps in der Küstenschiffahrt.

Jüngere Rahsegelboote

Die norwegischen Boote

Unter dänischer Flagge fahren auch einige norwegische Boote, sowohl in privatem, als auch in Museumsbesitz. Das Vikingeskibsmuseet Roskilde hat zum Beispiel eine kleine Sammlung west- und nordnorwegischer Boote. Dazu gehören Nordlandsboote und Åfjordsboote aus dem Norden, Oselver-Boote und Sunnfjordboote aus dem Westen Norwegens.

RanaLivBørnefjordSunnfjord

Die Färöer-Boote

GeirfuglenDie Färöer-Inseln muten an, wie von Riesen beim Spielen verlorenen Felsbrocken – mitten im Atlantik – mit der Zeit begrünt und besiedelt.
Das Boot ist das wichtigste und oft einzige Verkehrsmittel. Es muss fortwährend extremsten Bedingungen standhalten.

BootstransportGrößere Färöer-Boote trugen von alters her Rahsegel. Erst nach 1850 begann die Umstellung auf das neue Lugger-Rigg, das selbst noch eine Art modifiziertes Rahsegel-Rigg darstellt. Deshalb haben sich die Boote in ihrer Form kaum verändert. Sie sind flach und ein wenig füllig gebaut und zum sicheren Aufziehen auf die Klippen extrem leicht. Die schmalen, leichten Riemen sind eigentlich das Hauptantriebsmittel – brauchbar in jeder widrigen Situation auf See. Das relativ kleine und niedrig geschnittene Rahsegel kann bei Wind und Wetter lange und sicher getragen und schnell geborgen werden.
Färöer-Boote gelten in Dänemark als die seetüchtigsten Kleinboote.

Trolle

 

 

 

 

 


Deutschland

Dziki KonMan findet entlang der deutschen Küste wenig Hinweise auf Boote mit einfachem Rahsegelrigg. In der Zeit und auf dem Territorium nach 1945 scheint das Rahsegel bereits ganz außer Gebrauch zu sein. Boote, die vielleicht ursprünglich ein Rahsegel getragen haben, wurden verändert, an neue Riggformen angepasst und gelten in dieser Form ebenso schon als museal.
Erst die Auseinandersetzung mit archäologischen Funden hat die Existenz von Booten, die ein einfaches Rahsegel getragen haben, wieder zutage gebracht.

Die Koggen

Bremer Kogge1962 wurde aus der Weser das Wrack einer erstaunlich gut erhaltenen Kogge geborgen. Lange Zeit hatten Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit auf einen solchen Fund gewartet. Endlich wurde die Kogge der Hansezeit, die man bis dato nur aus Texten, von Bilder, Münzen oder Siegeln kannte, materiell fassbar. Sie trug ein Rahsegel, das wusste man von den unzähligen zeitgenössischen Darstellungen. Am Fundort des Wracks hatte sich allerdings nichts vom Rigg erhalten. Es musste rekonstruiert werden. Der Bremer Fund war Vorbild für weitere Nachbauten.
Bei der in Kiel gebauten Kogge bemühte man sich besonders um einen originalgetreuen Nachbau und ermittelte nach der Fertigstellung auf experimentelle Weise die Segeleigenschaften. Das geschah ohne die mittlerweile übliche bordeigene Maschine.

Ubena von Bremen Kieler Kogge Roland von Bremen

KoggentreffenEnde der 90-iger Jahre machten Unterwasserarchäologen in schneller Folge weitere Koggenfunde in zum Teil differierender Bauart. Der Poeler Koggenfund wurde mit dem Ziel einen Nachbau zu fertigen rekonstruiert und 2001 in Wismar auf Kiel gelegt.

 

Die Slawenboote

Ralswiek-2-FundWenig später nach der Entdeckung der Bremer Kogge fand man 1967 in Ralswiek auf Rügen nach und nach 4 geklinkerte Fahrzeuge aus dem frühen Mittelalter, die aufgrund ihrer Bauart als altslawische Boote ausgewiesen wurden. Eines davon, Fund 2, zeigte deutliche Spuren eines Rahsegelriggs. Auch hier fand man keine handfesten Hinweise zum ursprünglichen Aufbau der Takelage (kein Mast, kein Segel, kein Tauwerk). Das Rigg dieses Bootes konnte jedoch nach Untersuchungen in Dänemark und Deutschland von Eric Andersen (Marinearchäologisches Forschungszentrum Roskilde) rekonstruiert werden. Bialy KonMan hatte in Dänemark mit den Skuldelev-Funden bereits so viele Erfahrungen gesammelt, dass dies möglich war. Nach der Konservierung nahm man 1996, zwei verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten des Fundmaterials folgend, zwei originalgetreue Nachbauten des Ralswiek-2-Bootes in Angriff. Die Bauten erregten als erste wirklich originalgetreue Nachbauten in Deutschland viel Aufsehen. Da eine Nachnutzung aber nicht „geplant“ war, verschwanden sie, nach gelungenen Testreisen, 2005 als Fahrzeuge von der Bildfläche.

Der Bootsfund Ralswiek-2 diente noch einigen anderen Nachbauten als Vorlage, die jedoch nicht mehr in originaler Bauweise umgesetzt wurden, aber heute noch in Fahrt sind.

Dragomira Svarog Ukrasvan

PerunAuf Anregung des LA für Kultur und Denkmalpflege MV wurde auf der BUGA-Schwerin 2010 ein weiteres Boot in slawischer Bauweise gebaut. Es ist die Konstruktion eines nicht durch Funde belegten kleineren Bootes slawischer Bautradition. Das Boot ist als Sechs-Riemen-Boot konzipiert und trägt ein 10,5m2 Rahsegel. Fahrzeuge dieser Größenordnung haben zweifellos existiert - ob in dieser Form, das muss die Archäologie ans Licht bringen.

Die Wikingerschiffe

Hugin & Munin Wikthor Kari

Sie bilden die dritte Kategorie der Rahsegelboote in Deutschland. Hierzulande jedoch kann man den freizügigen Nachbau originaler Funde aus der Wikingerzeit fast schon traditionell nennen. Der Fantasie und dem Pragmatismus sind kaum Grenzen gesetzt. Herausragende Merkmale der Wikingerschiffe sind oft auf die verzierten Drachenköpfe reduziert – schön, aber ungenau.
Aber -  hier soll kein Pranger errichtet werden. Aus Rücksicht auf die differenzierten Motive und Ziele der Erbauer werden die Boote an anderer Stelle vorgestellt (siehe: >Bootsregister<).

Norland Skalden Skidbladnir Tyrkir

Schleswig, seit jeher ein bedeutender Ort im „Wikingerland“ Schleswig-Holstein rang lange mit dem Nachbau des Skuldelev-3-Schiffes. Mit der Fertigstellung 2004 war zwar keine originalgetreue Kopie in der Art der dänischen Schiffe geschaffen, aber man verzichtete auf schmückendes Beiwerk und lag so sehr nahe am Erscheinungsbild der Vorlage.

Sigyn

 

 

 


Polen

Die Situation in Polen ähnelt der in Deutschland, mit einer kuriosen Ausnahme – den Barkas.

Die Barkas (in deutscher Mundart auch Garnsicken)

Garnsicken-ReplikGarnsicken

Aufgrund einer fischereirechtlichen Regelung zog man die großen Zugnetze auf dem Frischen Haff bis 1970 mit Rahsegelbooten, den Barkas. Mit dem Rahsegelrigg ließ sich das Aus- und Einbringen der Netze auf ideale Weise händeln. Die Boote fischten dazu in einem Verband von je zwei Fahrzeugen. Nachdem sich auch hier die Maschinenkraft letztendlich durchgesetzt hatte, wurden die Boote museal weiter erhalten und im Einzelfall sogar neu gebaut. Zu nennen ist hier die TOLA - eine Garnsicken-Replik entstanden in der Werft von Aleksander Celarek auf der Halbinsel Hel (siehe Bild oben rechts).

Die Slawenboote

Schaut man in der Geschichte weiter zurück, stellt man fest, dass das Rahsegel in dieser Region nicht unbekannt war. Frühe Funde brachten geklinkerte Fahrzeuge zutage, die von den Archäologen später sowohl der skandinavischen, als auch der slawischen Kultur zugerechnet wurden. Da beide Ethnien in engem Kontakt standen, teilweise nebeneinander siedelten, sind Mischformen hier durchaus denkbar. Zu nennende Wrackfunde sind die von Bagart (ehem. Baumgarth, 1895), Fromborg (ehem. Fauenburg, 1895), Charbrów (1898), Mechlinek (ehem. Mechlinken, 1906), Czarnowsko (ehem. Lebafeld, 1931), 3 Wracks von Gdansk-Orunia (ehem. Danzig-Ohra, 1933), 4 Wracks aus Puck (ehem. Putziger Bucht, 1977), Szczecin (ehem. Stettin, 1962), Kamien Pomorski (1984).

Der von Otto Lienau bearbeitete Fund von Danzig-Ohra ist heute im Centralne Muzeum Morskie in Danzig ausgestellt und lieferte die Vorlage für einige Nachbauten.

WeletSanktus AlbertusThorgila

Nach dem Fund von Kamien Pomorski entstand ebenfalls eine Replik.Orzeł Jumne

Dem Autor ist jedoch noch kein experimenteller Nachbau bekannt, bei dem nicht nur die Form rekonstruiert, sondern auch der Bau selbst in originaler Weise ausgeführt wurde (ähnlich, wie bei der Rekonsturktion des altslawischen Ralswiek-Bootes BIALY KON in Groß Raden - Deutschland).

Die Wikingerschiffe

Die Schiffe der Wikinger üben auch in Polen eine gewaltige Faszinationskraft aus.
Viele Funde aus dem skandinavischen Bereich sind als mehr oder weniger freizügige Nachbauten vertreten. Gokstad-Schiff, Oseberg-Schiff, Skuldelev 5 und Gislinge-Boot dienten als Vorbilder.

JomsborgMoragMoraga

 


Schweden

Spätestens die aufsehenerregenden Schiffsfunde von Gokstad und Oseberg haben die Auseinandersetzung mit dem Rahsegelrigg in Schweden neu entfacht. Es gab zahlreiche Versuche, das ikonographische Material, das mit den frühmittelalterlichen gotländischen Bildsteinen vorlag in Bezug auf die norwegischen Schiffsfunde zu deuten und so zu einer Rekonstruktion von Rigg und Segel zu gelangen. Anders als in Norwegen gab es in Schweden jedoch keine Fahrzeuge mit einfachem Rahsegel in lebendiger Nutzung mehr und die Auseinandersetzung blieb in der Hauptsache eine theoretische. Als man in Dänemark daran ging, den Skuldelev-Fund nicht nur archäologisch sondern auch experimentell aufzuarbeiten, bekam auch die Diskussion in Schweden neue Fahrt. Archäologische Funde aus dem eigenen Land, die nach und nach das Bild vom wikingerzeitlichen Schiffbau in Schweden vervollständigten, wurden nachgebaut und mit verschiedenen Riggrekonstruktionen erprobt.

Frühes Mittelalter - Wikingerzeit

Schiffs- und Bootsfunde aus der Wikingerzeit gibt es auch in Schweden. Keiner so aufsehenerregend wie die norwegischen (Oseberg und Gokstad) oder dänischen (Skuldelev und Roskilde) und deshalb außerhalb Schwedens kaum wahr genommen.

Bulverkbåten (Bulverket-Boot)

KrampmackenIn den 1920-er Jahren entdeckte man im Tingstäde Träsk auf Gotland die Überreste von drei Booten aus der späten Wikingerzeit (Dendrodatierung um 1130).
Der Archäologe Erik Nylen ließ in den frühen 80-ern des vergangenen Jahrhunderts eine 8 m lange Rekonstruktion des sogenannten Bulverket-Bootes aus diesem Fund für eine experimentelle Reise auf dem Ostweg der Waräger nach Istanbul bauen. Das Boot bekam den Namen „Krampmacken“ und wurde mit einem Segel ausgerüstet, dass den Vorbildern auf den gotländischen Bildsteinen nachempfunden war.
Erik NylenDie Intention des Projektes war aber weniger ein wirklich originalgetreuen Nachbau zu schaffen, als vielmehr die Möglichkeiten einer Reiseroute über die russischen Flussläufe zu erforschen. So wich man beim Bau des Bootes von den originalen Techniken der Wikingerzeit ab. Es sollte nicht auf die präzise Bauausführung ankommen, sondern auf das Ergebnis – ein Boot, dass die äußere Erscheinung des ursprünglichen Fahrzeugs wiedergibt und in derselben Weise benutzt werden kann. Dass bei unterschiedlichen Bauausführungen mindestens unterschiedliche Bootsgewichte (Boote mit gesägten Planken werden aus Festigkeitsgründen massiver und schwerer) erreicht werden, vernachlässigte man zunächst, wurde aber während der Expedition in wachsendem Maße auf dieses Problem aufmerksam.

"Aifur"

AifurDie Erkundung des Ostweges der Waräger ins Schwarze Meer, nach Konstantinopel und ins Kaspische Meer, bis an die historische Seidenstraße, ist in Schweden ein Thema, dass große Aufmerksamkeit in der Wissenschaft und Öffentlichkeit erfährt. 1992 baute man auf Gotland wieder ein Wikingerboot, dass diese Route befahren sollte. „Aifur“ wurde eine konstruktive Kombination von baulichen Details verschiedener historischer Wikingerfahrzeuge aus der Ostseeregion. Doch auch in diesem Fall wurde konventionell (mit zur Bauzeit zwar schon als historisch angesehenen aber dennoch nicht wikingerzeitlichen Bautechniken) gesägt und genagelt. Das Ergebnis war wieder ein Fahrzeug, dass der 1982 gebauten „Krampmacken“ sehr ähnlich war - starr, massiv und schwer.
Das Resümee aus den Reisen von 1994 (Sigtuna – Новгород ) und 1996 ( Новгород - Херсон):

"Experience gained from this expedition shows, that only very light vessels would be suitable for the northern part of the historic passage." - Originalbeitrag

„Aifur“ ist 9,00 m lang und 2,20 m breit. Der Bootskörper wiegt leer 800 kg (zum Vergleich: „Bialy Kon“ - Originalnachbau aus Eiche!, 9,00 m x 2,50 m – wiegt nur 650 kg).

Gokstadtenaering

HiminglävaMit den Erfahrungen aus den vorangegangenen Reisen entschied sich Håkan Altrock 1998 für den Nachbau eines klassischen, äußerst leichten und schnellen Bootes aus dem Fundus der erhaltenen Wikingerbootsfunde – das Gokstadtaendring. Er versah es mit einem 16 m² Rahsegel und 3 Paar Riemen.
Nach dem Stapellauf 2001 begannen in 2004 mit der „Himingläva“ die Durchführung der Expedition Vittfarne, die die bis zu neunköpfige Besatzung aus dem unteren Dnjepr über das Schwarze Meer, den Zentralen Kaukasus bis nach Baku im Kaspischen Meer führte.

HimlinglävaEs zeigte sich, dass auch dieses Boot nicht allen Anforderungen gewachsen war. Es ließ sich über lange Flussläufe leicht und ausdauernd rudern, beim Segeln auf dem offenen Meer konnte es zwar schnell werden, war dabei aber ungemütlich und nass. Jeder Quadratzentimeter an Bord war belegt mit Mannschaft und Ausrüstung. Bleibt die Frage, wie die Wikinger unter solchen Umständen Ladung transportiert haben.

Das Äskekärr-Schiff

Wrack des Äskekärr-SchiffesIn der Nähe der Mündung des Göta-Flusses fand man 1933 die Reste des Äskekärr-Schiffes und damit Schwedens einziges, gut erhaltenes Wrack aus der Wikinger-Zeit.
Es wurde auf um das Jahr 930 u.Z. datiert und war nach Erkenntnissen aus den Holzuntersuchungen beinahe 100 Jahre in Fahrt.
VidfamneDas Wrack wurde mehrere Male vermessen, sowohl während der Ausgrabung, als auch später. Diese Vermessungen bildeten die Grundlage für eine Modellrekonstruktion in den frühen 1990-er Jahren. 1994 konnte dann eine Vollskala-Rekonstruktion der Handelsknarr zu Wasser gebracht werden – die „Vidfamne“.

Der Fotevik 1 - Fund

Fotevik 1Der Befund in der Bucht von Fotevik ähnelt der Situation im Roskildefjord bei Skuldelev. Der Zugang in die Bucht war im frühen Mittelalter durch eine Sperre bestehend aus Pfahl- und Steinbarrieren geschützt. Auch hier verwendete man, wie auch in Skuldelev, mit Steinen beladene Schiffe zum Ausbau der Barriere. Insgesamt fand man 5 verschiedene Wracks.
Das Wrack mit der Bezeichnung Foteviken 1 wurde Anfang der 1980-er Jahre geborgen und konserviert. Das Fahrzeug wird als Leidang-Schiff gedeutet, welches während friedlicheren Zeiten auch als Fischer- oder Lastfahrzeug genutzt werden konnte.
Das Fotevikens Museum („Eric Emune“ von 1997) und die Sällstkapet Vikingatida Skepp („Starkodder“ von 1996) bauten je eine Rekonstruktion des Schiffes.

Ernic EmuneStarkodder

Das Galtabäck – Schiff

Galtabäck-WrackEin Schiffsfund aus dem Grenzbereich zwischen frühem und klassischem Mittelalter - mit anderen Worten – zwischen Wikingerzeit und Mittelalter.
In Galtbäck gleich südlich von Varberg entdeckte man erstmals 1908 erste Teile des Schiffswracks. Aber erst 20 Jahre später erfolgte eine Untersuchung und die Bergung der Schiffsteile, die daraufhin im Sjöfartsmuseet in Göteborg aufbewahrt wurden. Erste Vermutungen über Alter und Herkunft des Fundes lagen sehr weit auseinander.
GaltenWährend einer erneuten, wissenschaftlichen Untersuchung der Fundstelle und der bereits ausgegrabenen Wrackteile 1988 gelang es, die konstruktiven Merkmale des Schiffes zu erfassen, eine Rekonstruktionszeichnung zu erstellen und das Alter des Fahrzeugs auf 1195 zu datieren.
Ein eigens gegründeter Verein - Galtabäcksskeppets bygglag - fertigte 2008 in Zusammenarbeit mit dem Hallands Kulturhistoriska Museum und der Varbergs Kommun eine Rekonstruktion des Schiffsfundes und gab ihr den Namen „Galten“.

Mittelalter

Riksgropen-Boot 5

Helga HolmIn den Jahren 1979-80 fand man bei einer archäologischen Ausgrabung des sogenannten Reichsgrabens, gegenüber dem alten Reichstagsgebäude, auf dem Helgelandsholm die Reste von insgesamt 11 Booten, die vom 14. bis ins 17. Jahrhundert datiert wurden. Boot 5, datiert auf um 1325, wurde zur Vorlage für Schwedens ersten, mittelalterlichen Schiffsnachbau.
Neben dem 60 m² großen, rekonstruierten Rahsegel, verfügte das Boot über 8 Paar Riemen. In Bezug auf den Fundort wurde es „Helga Holm“ getauft.

Kalmar 1 - Wrack

AluettIn den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts fand man in der Umgebung des Kalmarer Schlosses neben den Resten weiterer Fahrzeuge das Wrack eines geklinkerten Bootes aus dem Mittelalter (12. Jhd.).
Nach den Aufmaßen der Originalteile wurde 1994-95 ein Nachbbau fertig gestellt – die „Aluett“.
Das Boot ist in nordischer Klinkerbauweise gebaut, ein offenes Fahrzeug, das schon einige typische Merkmale der hochmittelalterlichen Koggen aufweist. Es ist ein breites, gedrungenes und relativ schweres Schiff mit Stevenruder und kräftige Querbalken, die durch die Außenhaut geführt und mit ihr verzahnt sind. Das Fahrzeug führte ein einziges großes Rahsegel und besaß wohl 4 Manöverriemen.

Skanör-Kogge

Tvekamp av Elbogen1992 entdeckten Marinearchäologen des Foteviken Museums das Skanör-Wrack. Durch Vergleiche mit der in der Weser bei Bremen gefundenen Kogge von 1380 konnte man den Fund während der Ausgrabung und Dokumentation 1994/95 ebenfalls als Kogge identifizieren, die zudem mit der Datierung auf 1390 fast zeitgleich gebaut worden war.
Die „Tvekamp av Elbogen“ ist eine wissenschaftliche Vollskala-Rekonstruktion des Wrackfundes mit handwerklichen Methoden. Es wurde das größte mittelalterliche Schiffbauprojekt des Nordens und entstand von 1998 – 2003 in Malmö.

Enighet av ElbogenAlmere-Kogge

Die Almere-Kogge ist eigentlich ein holländischer Koggenfund aus dem Bereich der eingepolderten Zuiderzee gleich östlich von Amsterdam.
Er wurde 1986 ausgegraben und dokumentiert.
Die „Enighet av Elbogen“ ist eine Rekonstruktion dieses Fundes von ca. 1430, gebaut 2002 ebenfalls in Malmö.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 16. Februar 2012 um 19:04 Uhr